
Gestern früh wurde ich um 08:00 Uhr von meiner Reiseagentur hier vor Ort direkt von meinem Appartment abgeholt. Los ging es zu einer Fahrt, die ich sowohl landschaftlich als auch Straßemäßig wieder nur als spektakulär beschreiben kann. Von Arequipa auf 2800 hm schraubt man sich unmerklich höher und höher, nur sichtbar an der Vegetation und Felslandschaft, die man durchquert. Da Arequipa von Vulkanen umgeben ist, die bis auf knapp 6000m hochgehen, hat man hier die Straße teilweise richtiggehend ins Vulkangestein gesägt. Ich dachte immer, Vulkangestein sei hell, ist aber falsch.

Es wurde karg und karger, und wo die Kakteen aufhören zu wachsen, beginnt der Lebensraum der wilden Kamelitenart der Vicuñas. Sie leben in Gruppen und kleinere Gruppen sind durchaus auf der Fahrt immer wieder zu sehen. Diese Tiere haben von allen ihren Verwandten Lamas, Alpakas und Guanacos) die weicheste Wolle, die auf dem Schwarzmarkt horrendes Geld erzielt. Für ein Kilogramm werden bis zu 500 USDollar bezahlt. Leider müssen die Tiere dafür sterben, denn das 35000 qm große Vicuña-Schutzgebiet hier oben wird nur von einer Polizeistation überwacht und die ist nicht in der Lage, den Wilderern Einhalt zu gebieten. Daher sind die Tiere nah an der Grenze zum Aussterben. Solange Geld für ihre Wolle bezahlt wird, die angeblich noch feiner als Mohair ist, sind die Tiere bedroht.

Immer wieder haben wir für die Aussicht gestoppt, und einmal kamen wir dann auch an einem Schäfer mit einer Gruppe Alpakas und Lamas vorbei, die auf großen Höhen und in wasserärmeren Gebieten noch gehalten werden können. Als Kamelarten können auch sie rein von den Gräsern leben, die es hier oben noch gibt, das auch sie Wasser speichern können in ihren Mägen. Die Alpakas sind Fleisch- und Wolllieferanten, die Lamas dienen als Teasporttiere. Einmal im Jahr ziehen die Bauernmit ihnen ins Tal, um Fleisch zu verkaufen ( es wird getrocknet) und Kartoffeln und Quinoa einzukaufen, welches sie dann für ein Jahr einlagern. Auch heute noch wollen die Menschen so leben, sagte mir der Guide. Die Regierun würde die Menschen unterstützen, in die Städte zu gehen, aber sie wollen nicht. Kann man es Ihnen verdenken???

Danach kamen wir in Chivay an, der Hautstadt des Colcatales, schlenderten über den Markt und gingen da zum Mittagessen. Beeindruckend auch hier wieder die farbenprächtigen Trachten und Hüte der Frauen.


Meine Mitmenschen im Bus, die erst kürzlich in Peru angekommen sind, schlafen alle, die Höhe mit dem Sauerstoffmangel sorgen dafür und natürlich auch der Schlafmangel, der von den Programmen der Reiseveranstalter hier kommt. Es werden oft weite Strecken zu den Hotspots zurückgelegt, dafür muss man früh losfahren. In der Regel wird hier zwischen 5 und 6 Uhr ab den Hotels für die Fahrt zu den nächsten Programmpunkten abgeholt.
So sehen sie also gar nicht, wo wir langfahren, bekommen nichts mit von der wundervollen, kargen, vulkanischen Landschaft.

Nach einer Abfahrt auf einer Straße, auf der heruntergefallene Gesteinsbrocken immer wieder eine Straßenhälfte blockierten und die sich serpentinenartig ins Tal windet, sind wir auf 3400 m in Yanque angekommen, wo die Colca Lodge mit den heißen Quellen liegt, in der ich noch heute und morgen verbringen werde. Wunderschön, am Fluß gelegen, in die Lanfmdschadt eingebettet einzelne Häuser und kleinere Blocks mit den großzügigen Zimmern. Ich habe ein Doppeldoppelbett in einem Haus mit Aussicht auf den Fluß bekommen


Heute Nachmittag um 15:00 Uhr hier und um 21:00 Uhr in D oder Spanien und England eine h früher, wenn ihr schon alle angedüdelt unter dem Christbaum liegt, begebe ich mich für eine ganze Stunde ins SPA auf den Massagetisch und hebe im Geiste mein Glas auf Euch.
In diesem Sinne

FROHE WEIHNACHTEN
Euere Beate







































































Mit einer umwerfenden Guacamole?! Danach Sopa Criolla, kreolische Suppe – genial.. eine Brühe mit Milch, darin Nudeln und Hackfleisch und Tomaten, also quasi eine Bolognese-Suppe. Als Hingucker oben drauf ein Spiegelei…
Das war das Mittagessen. Zum Kaffee hatte ich Cappuccino und Yuccakuchen, der ist wie Zitronenkuchen, nur mit/aus Yucca..leider hab ich erst nach dem Verputzen ans Bild gedacht…Und zum Abendessen hatte ich die beste Forelle meines Lebens. Gekocht/gegart im Pizzaofen, mit Spinat und Tomaten gefüllt. Dazu Kartoffeln (eine aus 3500 Sorten hier) und frisches Gemüse. Ein Traum. Montezuma ist grade sehr weit weg!!!!
Meerschweinchen? Die Vorfreude hielt sich in Grenzen, wie gesagt, nicht mutig…aber ich habe es getan, noch in Cusco, am zweiten Abend. Dann kam es auf den Tisch:
Was für ein Riesen-Orschie!!!Grade wollte ich mein Besteck nehmen, nahm der Kellner mir den Teller wieder weg. HÄ?Ahh, mir wurde dann erklärt und gezeigt, dass das arme Tierchen mit lokalen Kräutern gefüllt wurde, bevor es in den Ofen kam. Ganz bekommt man es nur fürs Foto!!! Um es zu essen wird es zerlegt wie Geflügel.
Und wie schmeckt es? Der Geschmack ist sehr gut, das Fleisch ist fein,ähnlich wie Geflügel. Es war sehr gut gekocht, so dass es noch saftig war. ABER: das meiste am ganzen Gericht sind Haut und Knochen. Wenn man die Haut wegmacht (ich esse keine Tierhaut), bleibt wenig Fleisch und ich behalte mal, dass man ohne Beilagen davon nicht satt würde. Aber ganz ehrlich: ich muss das kein zweites Mal essen. Ich hab da irgendwie keine Lust, wegen so einem Bissel so ein putziges Tierchen zu essen. Dafür war es nicht Geschmackserlebnis genug.Anbei noch ein paar Bilder meiner Lodge und von Olla, hier fühle ich mich sehr wohl, so dass ich noch eine Nacht verlängert habe und erst am Montag abreise



Ollantaytambo ist ein netter Ort (a la italienisches Bergdorf) und es gibt einiges zu tun/besichtigen. Gestern habe ich mir eine Führung durch das Fort mit Tempel gegönnt. Die Anlage wurde wegen der Invasion der Spanier nie fertiggestellt. Das Gold und Silber, mit dem die großen rötlichen Steine verkleidet waren, vor denen ich auf dem einen Foto stehe, haben sie geraubt und eingeschmolzen.Was man nicht sieht auf den Fotos, ist, wie exakt die Anlage geplant war. Vom gegenüberliegenden Berg strahlt 1x im Jahr, nämlich zur Sonnenwende am 21.6., die Sonne auf einen bestimmten Punkt, und das ist das Auge des Lamas. Die Anlage ist in Form eines Lamas angelegt worden.


















Bis bald, Ihr lieben fleißigen LesererInnen






